Bezirkszahnärztekammer Rheinhessen

Körperschaft des öffentlichen Rechts

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Die eigene Rolle im Ausbildungsbetrieb mitgestalten

1. Ausbildungsjahr

Zielsetzung:

Die Auszubildenden verfügen über die Kompetenz, ihre Rolle als Auszubildende und als Mitarbeitende selbstver­antwortlich wahrzunehmen und mitzugestalten.

Unsere Tipps

⇒ ZFA-Academy: Rechtliche Grundlagen 

hier insbesondere
→ Willenserklärung
Rechtsgeschäft
Rechtsfähigkeit
Geschäfts­fähigkeit
natürliche und juristische Person

⇒ Wie funktioniert das deutsche Gesundheitswesen - Erklärt am Beispiel der Ärzteschaft

Inhalt laut Rahmenlehrplan (Berufsschule)

Der Rahmenlehrplan beschreibt die in den Berfusbildendenschulen zu vermittelnden Inhalte wie folgt:

Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit ihrer Rolle in der Praxis und im Gesundheitswesen vertraut. Sie ordnen die Praxis in das Wirtschaftsgefüge ein (Aufbau und Aufgaben des Gesundheitswesens) und verschaffen sich einen Überblick über die Zu­ständigkeiten zahnmedizinischer Institutionen und Berufsorganisationen.

Die Schülerinnen und Schüler informieren sich über die für sie als Arbeitnehmer geltenden arbeits-, sozial- und mitbestim­mungsrechtlichen Vorschriften sowie tarifliche Regelungen und die Grundlagen des Vertragsrechts (Formvorschriften, Rechts- und Geschäftsfähigkeit). Sie erfassen wesentliche Inhalte von Ausbildungsverträgen und von Entgeltabrechnungen. Dazu setzen sie sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Berufsausbildung auseinander (Berufsbildungsgesetz, Ausbildungsord­nung, Ausbildungsvertrag). Sie verschaffen sich einen Überblick über die Sozialversicherungssysteme.

Die Schülerinnen und Schüler treffen Vorkehrungen zur Erhaltung ihrer physischen und psychischen Gesundheit. Sie planen die Einrichtung ihres Arbeitsplatzes unter ergonomischen und ökologischen Gesichtspunkten und achten auf die Einhaltung des Arbeitsschutzes (Arbeitssicherheit, Berufsgenossenschaft) und der Hygieneregeln.

Die Schülerinnen und Schülern dokumentieren ihre Erkenntnisse auch mit digitalen Medien. Sie arbeiten im Team und be­rücksichtigen bei Entscheidungen die Notwendigkeit von Kompromissen. Sie vertreten ihre Meinung und entwickeln ihre Kom­munikationsfähigkeit. Sie bewältigen mit passenden Kommunikationstechniken auftretende Probleme und zeigen im Umgang miteinander Kooperationsbereitschaft, Wertschätzung und Respekt.

Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihre Position in der Praxis und hinterfragen gesellschaftliche, ökologische und öko­nomische Anforderungen an ihre Berufsrolle und leiten daraus eigene Wertvorstellungen ab.

Themenbereiche laut Schulbuch

Rechtliche Grundlagen der Ausbildung
Inhalte des Ausbildungsvertrags
Rechte und Pflichten von Azubis und Ausbildern
Schweigepflicht, Datenschutz (inkl. Umgang mit Patientenakten)
Grenzen für selbständiges Handeln
Bedeutung von Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan

Arbeits- und Gesundheitsschutz
Arbeitsschutzgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz
Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitsmaßnahmen
Unfallverhüttungsvorschriften

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
Verhalten bei Notfällen und Bränden

Gesundheitswesen und Organisation
Aufbau des deutschen Gesundheitswesens
Unternehmen "Zahnarztpraxis"

Rolle von KZV, Zahnärztekammer, Berufsverbänden
Praxisstruktur und Aufgabenbereiche einer ZFA

Kommunikation und Teamarbeit
Kommunikationswege und Konfliktmanagement
Kommunikationsregeln in der Praxis
Bedeutung von Teamarbeit und gegenseitigem Respekt

Private und soziale Absicherung
Sozialversicherungssysteme und deren Träger

Entgeltabrechnung und Abzüge

Grundlagen des Vertragsrechts
Rechts- und Geschäftsfähigkeit
Rechtsgeschäfte

 

Ausbildungsplan für die Praxis - Übersicht

⇒ Abschnitt A - Teil I - Schwerpunkt im 1. Ausbildungsjahr



Wichtige Positionen zu Lernfeld 1 (LF 1)


1. Verschwiegenheitspflichten und berufsrechtliche Vorgaben erkennen und einhalten

1 a) rechtliche Regelungen (LF 1)

Rechtliche Regelungen, auch zur ärztlichen Schweigepflicht, einhalten und durch geeignete Maßnahmen sicherstellen

In diesem Kapitel geht es um das Kennenlernen der rechtlichen Regelungen, insbesondere zur Schweigepflicht, und deren praktische Anwendung.


Entsprechung Schule:
1. Schuljahr ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

Themenbezogene Anwendung/Vertiefung im späteren Ausbildungsverlauf:
3. Schuljahr
 ⇒ Lernfeld 12 und ⇒ Lernfeld 13

Unsere Empfehlung: ZFA-Academy Videos unter ⇒ Lernfeld 1


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

1. Sich mit den arbeits- und sozial­rechtlichen Vorschriften sowie den Grundlagen des Vertrags­rechts (Formvorschriften, Rechts- und Geschäftsfähigkeit) allgemein bekannt­machen. Schulisches Wissen miteinbeziehen.


2. Schweigepflicht- und Datenschutzunterweisung durchführen und sicherstellen, dass die Inhalte verstanden sind.


3. Konsequenzen bei Verletzung der Schweige­pflicht besprechen.


4. Die gesetzlichen Grund­lagen für Verarbeitung und Speicherung personen­bezogener Gesundheits­daten in einer Zahnarzt­praxis besprechen 

  • Art. 9 und 6 DGSVO

5. Umsetzen geeigneter Maßnahmen zur Einhaltung des Datenschutzes, z. B.:

  • Achtsamkeit beim Telefonieren (Können Dritte mithören?),
  • Einholen von Einverständniserklärungen der Patientin/des Patien­ten, falls erforderlich, z. B. für Newsletter,
  • Unbefugten Einsicht in Patientenakten verwehren,
  • Patientenakten nicht unbeaufsichtigt lassen,
  • Platzieren von Bildschirmen, auf denen sich Patienten­daten befinden, in einer Art und Weise, dass Dritte sie nicht einsehen können (evtl. Spezialfolie verwenden),
  • Verwenden komplexer und individueller Passwörter (regelmäßig ändern),
  • unverzügliche Änderung des Passwortes bei Verdacht auf Ausspähung,
  • sorgfältige Eingabe von Faxnummern und E-Mail-Adressen,
  • regelmäßige Schweigepflicht- und Datenschutzunterweisung.

6. Themenbezogene Fragen unter Lernfeld 1 in der App Azubi-BZKR beantworten.


Weitere Aufgaben zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2, 12 und 13.

1 b) rechtliche Grenzen für selbständiges Handeln (LF 1)

Rechtliche Grenzen für selbständiges Handeln einhalten

Im juristischen Sinne handeln Auszubildende nicht selbstständig, also nicht frei von Weisungen.

Im Rahmen des Direktionsrechtes legen Ausbildende fest, welche Aufgaben von Auszubildenden mit und ohne Überwachung ausgeführt werden. Diese Vorgabe ist für Auszubildende zwingend.

Bitte beachten Sie, dass das Zahnstein­entfer­nen durch Auszubildende nicht gestattet ist. Auch eine Beauftragung der Azubis mit der Durch­führung weiterer delegierbaren Leistungen ist nicht erlaubt.

In diesem Kapitel geht es um das Kennenlernen der rechtlichen Grenzen für selbstständiges Handeln.


Entsprechung Schule
1. Schuljahr  ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

Themenbezogene Anwendung/Vertiefung im späteren Ausbildungsverlauf:
3. Schuljahr
⇒ Lernfeld 12

Unsere Empfehlung: ZFA-Academy Videos unter ⇒ Lernfeld 1


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

Die Aufgaben nehmen Bezug auf Teil I. Punkt 1a).

1. Weisungsrecht des Arbeitgebers im Betrieb besprechen.

siehe §106 GewO - Direktionsrecht des Arbeitgebers


2. Regeln für Ordnung und Verhalten der Arbeitnehmer besprechen, praxisinterne Anweisungen miteinbeziehen.


3. Besprechen, was eine ausgebildete ZFA am Patienten machen darf. 

siehe Delegationsrahmen der BZÄK


4. Den Handlungsrahmen der Auszubildenden vorgeben, besprechen und einhalten.


5. Themenbezogene Fragen unter Lernfeld 1 in der App Azubi-BZKR beantworten. 


Weitere Aufgaben zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2 und 12.

1 d) Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse (LF 1)

Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren


Entsprechung Schule:
1. Schuljahr  ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

Unsere Empfehlung: ZFA-Academy Videos unter ⇒ Lernfeld 1


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

Fragen zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2.

 

2. Patienntinen und Patienten individuell betreuen

2 e) Kommunikationswege (LF 1)

Patienten unter Anwendung analoger oder digitaler Kommunikationswege informieren

In diesem Kapitel geht es um das Üben von Kommunikation mit den Patienten unter Einbeziehung unterschiedlicher Kommunikationswege.


Entsprechung Schule:
1. Schuljahr  ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

Themenbezogene Anwendung/Vertiefung im späteren Ausbildungsverlauf:
2. Schuljahr
⇒ Lernfeld 5
3. Schuljahr ⇒ Lernfeld 10 und ⇒ Lernfeld 11


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

1. Klären, welche Kommuni­kations­­wege in der Praxis genutzt werden (Labor, Überweisungspraxen, Patienten).


2. Aufklären von Patienten unter Einhaltung des Datenschutzes besprechen und üben, z. B.

  • Briefe,
  • E-Mails,
  • SMS und andere Messengerdienste.

3. Auskünfte telefonisch erteilen, dabei auf die Einhaltung des Datenschutzes achten.


4. Praktische Übungen an der Rezeption regelmäßig durchführen, Ergebnisse besprechen und reflektieren und den Anspruch steigern.
    Schulisches Wissen mit praktischen Übungen verknüpfen und anwenden.


5. Themenbezogene Fragen unter Lernfeld 1 in der App Azubi-BZKR beantworten.


Weitere Aufgaben zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2, 5, 10 und 11.

2 f) Aufklärung und Motiviation von Patienten (FL 1)

Patienten und begleitenden Personen die zahnärztlichen Behandlungen und Praxisabläufe verständlich erläutern und zur Kooperation motivieren

In diesem Kapitel geht es um das Üben von Kommunikation mit den Patienten bezogen auf die Erläuterung von konkreten Behandlungsabläufen.


Das Thema wird im Laufe der Ausbildung mehrfach angesprochen.

1. Schuljahr:

→ Grundwissen - Entsprechung Schule  ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

→ Patienten bei Kariestherapie begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 4


2. Schuljahr:

Patienten bei endodontischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 5

Patienten bei chirurgischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 6

Patienten bei parodontologischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 8


3. Schuljahr:

→ Patienten bei prophylaktischen und kieferorthopädischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 10

→ Patienten bei prothetischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 11


Unsere Empfehlung: Üben Sie in verschiedenen Situationen kontinuierlich das Motivieren der Patienten zur Behandlung. Anschließend führen Sie ein Feedbackgespräch mit dem Azubi.


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

1. Die Kommunikation mit Patienten (Zahnarzt / ZFA / Patient) beobachten; wichtige Erkenntnisse notieren und verinnerlichen.


Weitere Aufgaben zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2, 5, 6, 8, 10 und 11.

2 g) Einfluss des eigenen Verhaltens auf die Patientenzufriedenheit (LF 1)

Eigenes Verhalten als Beitrag zur Zufriedenheit von Patienten reflektieren und daraus Schlussfolgerungen für die Patientenbeziehung ziehen

In diesem Kapitel geht es um das Reflektieren des eigenen Verhaltens in Patientenkontakten zwecks Verbesserung und Optimierung der Patientenbeziehung.


Das Thema wird im Laufe der Ausbildung mehrfach angesprochen.

1. Schuljahr:

→ Grundwissen - Entsprechung Schule  ⇒ Lernfeld 1 und ⇒ Lernfeld 2

→ Patienten bei Kariestherapie begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 4


2. Schuljahr:

Patienten bei endodontischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 5

Patienten bei chirurgischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 6

Patienten bei parodontologischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 8


3. Schuljahr:

→ Patienten bei prophylaktischen und kieferorthopädischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 10

→ Patienten bei prothetischen Behandlungen begleiten - Entsprechung Schule ⇒ Lernfeld 11


Unsere Empfehlung: Die Erwartungen an das Verhalten sollten im Vorfeld der jeweilgen Behandlung geklärt sein. Anschließend führen Sie ein Feedbackgespräch mit dem Azubi.


Aufgabenvorschläge für die Praxis:

1. Analysieren und reflektieren, ob der Patient die Erklärung/Anweisung während der Behandlung oder am Empfang verstanden hat.


2. Analysieren und reflektieren, welche Aussagen bzw. Handlungen des Azubis von dem Patienten positiv aufgenommen wurden und welche künftig und inwiefern verbessert werden sollten.


3. Feedbackgespräche mit Kolleginnen und Kollegen bzw. Ausbilderin oder Ausbilder führen und erfragen:

  • Was habe ich gut gemacht?
  • Was war nicht so gut?
  • Was kann ich besser machen?

4. Problemlösungen erarbeiten und im Team umsetzen.


5. Die Punkte 1 - 4 in unterschiedlichen Situationen und bei unterschiedlichen Behandlungen durchgehen und Schlüsse für das eigene Verhalten ziehen.


6. Themenbezogene Fragen unter Lernfeld 1 in der App Azubi-BZKR beantworten.


Weitere Aufgaben zu diesem Themenbereich finden sich unter Lernfeld 2, 4, 5, 6, 8 und 10.



Ausbildungsplan für die Praxis - integrativ

Integrative Berufsbildpositionen sind durchgängig während der gesamten Ausbildung zu vermitteln. Sie spiegeln sich in jedem Lernfeld in unterschiedlicher Ausprägung wider. Die Lernfeldangaben im Dropdown-Button dienen lediglich als Orientierungshilfe und zeigen auf, in welchen Lernfeldern besondere Schwerpunkte gesetzt werden können.

Weitere Aufgaben zu den integrativen Positionen des Ausbildungsplans - s. Drop-Down-Buttons zu Lernfeld 1:

⇒ Abschnitt B - integrativ - während der gesamten Ausbildung


 

Alle zugeordneten Berufsbildpositionen - im Überblick

Laut Entsprechungsliste des bibb sind folgende Berufsbildpositionen dem Lernfeld 1 zugeordnet: 


⇒ Abschnitt A - Teil I

1. Verschwiegenheitspflichten und berufsrechtliche Vorgaben erkennen und einhalten

1 a) rechtliche Regelungen, auch zur ärztlichen Schweigepflicht, einhalten und durch geeignete Maßnahmen sicherstellen

1 b) rechtliche Grenzen für selbstständiges Handeln einhalten

1 d) Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse wahren

2. Patientinnen und Patienten individuell betreuen

2 e) Patienten unter Anwendung analoger oder digitaler Kommunikationswege informieren

2 f) Patienten und begleitenden Personen die zahnärztlichen Behandlungen und Praxisabläufe verständlich erläutern und zur Kooperation motivieren

2 g) eigenes Verhalten als Beitrag zur Zufriedenheit von Patienten reflektieren und daraus Schlussfolgerungen für die Patientenbeziehung ziehen


⇒ Abschnitt A - Teil II

9. Arbeitsprozesse organisieren und Qualitätsmanagement umsetzen

9 j) Informations- und Kommunikationstechniken nutzen

9 l) technische Entwicklungen ver­folgen und Schlussfolgerungen für die digitalen Arbeitsabläufe ziehen


⇒ Abschnitt B
 - Integrative Berufsbildpostionen

1. Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung sowie Arbeits- und Tarifrecht

1 a) den Aufbau und die grundlegenden Arbeits- und Geschäftsprozesse des Ausbildungsbetriebes erläutern

1 b) Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag sowie Dauer und Beendigung des Ausbildungs­verhältnisses erläutern und Aufgaben der im System der dualen Berufsausbildung Beteiligten beschreiben

1 c) die Bedeutung, die Funktion und die Inhalte der Ausbildungs­ordnung und des betrieblichen Ausbildungs­plans erläutern sowie zu deren Umsetzung beitragen

1d) die für den Ausbildungsbetrieb geltenden arbeits-, sozial-, tarif- und mitbestimmungs­rechtlichen Vorschriften erläutern

1 e) Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungs­rechtlichen Organe des Ausbildungs­betriebes erläutern

1 f) Beziehungen des Ausbildungs­betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorgani­sationen und Gewerkschaften erläutern

1 g) Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erläutern

1 h) wesentliche Inhalte von Arbeitsverträgen erläutern

1 i) Möglichkeiten des beruflichen Aufstiegs und der beruflichen Weiterentwicklung erläutern

2. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

2 a) Rechte und Pflichten aus den berufsbezogenen Arbeitsschutz- und Unfallverhütungs­vorschriften kennen und diese Vorschriften anwenden

2 b) Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeits­platz und auf dem Arbeitsweg prüfen und beurteilen

2 c) sicheres und gesundheits­gerechtes Arbeiten erläutern

2 d) technische und organisatorische Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen sowie von psychischen und physischen Belastungen für sich und andere, auch präventiv, ergreifen

2 e) ergonomische Arbeitsweisen beachten und anwenden

2 f) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben und erste Maßnahmen bei Unfällen einleiten 

2 g) betriebsbezogene Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden, Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

3. Umweltschutz und Nachhaltigkeit

3 a) Möglichkeiten zur Vermeidung betriebsbedingter Belastungen für Umwelt und Gesellschaft im eigenen Aufgabenbereich erkennen und zu deren Weiterentwicklung beitragen

3 b) bei Arbeitsprozessen und im Hinblick auf Produkte, Waren oder Dienstleistungen Materialien und Energie unter wirtschaftlichen, umwelt­verträglichen und sozialen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit nutzen

3 c) für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes einhalten

3 d) Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Wieder­verwertung oder Entsorgung zuführen

3 e) Vorschläge für nachhaltiges Handeln für den eigenen Arbeitsbereich entwickeln

3 f) unter Einhaltung betrieblicher Regelungen im Sinne einer ökonomischen, ökologischen und sozial nachhaltigen Entwicklung zusammen­arbeiten und adressaten­gerecht kommunizieren

4. Digitalisierte Arbeitswelt

4 a) mit eigenen und betriebs­bezogenen Daten sowie mit Daten Dritter umgehen und dabei die Vorschriften zum Datenschutz und zur Daten­sicherheit einhalten

4 b) Risiken bei der Nutzung von digitalen Medien und informationstechnischen Systemen einschätzen und bei deren Nutzung betriebliche Regelungen einhalten

4 c) ressourcenschonend, adressatengerecht und effizient kommunizieren sowie Kommunikationsergebnisse dokumentieren

4 d) Störungen in Kommunikations­prozessen erkennen und zu ihrer Lösung beitragen

4 e) Informationen in digitalen Netzen recherchieren und aus digitalen Netzen beschaffen sowie Informationen, auch fremde, prüfen, bewerten und auswählen

4 f) Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten Lernens anwenden, digitale Lernmedien nutzen und Erfordernisse des lebensbegleitenden Lernens erken­nen und ableiten

4 g) Aufgaben zusammen mit Beteiligten, einschließlich der Beteiligten anderer Arbeits- und Geschäftsbereiche, auch unter Nutzung digitaler Medien, planen, bearbeiten und gestalten

4 h) Wertschätzung anderer unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt praktizieren 

5. Kommunikation und Kooperation

5 a) situations- und adressaten­gerecht sowie zielorientiert kommunizieren

5 b) Ursachen von Konflikten und Kommunikationsstörungen erkennen und zu deren Lösung beitragen

5 c) sich in das Team integrieren, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kooperieren und ergebnisorientiert handeln

5 d) betriebliche Kommunikations­regeln beachten, Kommunikationskanäle auswählen und verwenden

5 e) Wertschätzung, Respekt und Vertrauen als Grundlage erfolgreichen Handelns sowie soziokulturelle Unterschiede berücksichtigen

5 f) eigenes Verhalten reflektieren

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