Die Freisprechungsfeier der Absolventinnen und Absolventen zur ZFA-Ausbildung 2026
Am 24. Juni fand im Landtagsrestaurant „Esszimmer“ eine feierliche Zeugnisübergabe statt. Es galt, jene jungen Damen und Herren zu feiern, die erfolgreich den anspruchsvollen dreijährigen Weg der ZFA-Ausbildung hinter sich gebracht haben.
Die Abschlussklassen der Berufsschulen Mainz und Worms waren eingeladen und sorgten mitsamt Lehrern und Ausbildern, Lebenspartnern und Familienangehörigen für rege Beteiligung.
Der stellvertretende Vorsitzende der Bezirkszahnärztekammer Rheinhessen und Referent für das ZFA-Ausbildungswesen, ZA Matthias Gloede, eröffnete die Feier mit der Begrüßung der Gäste. Er betonte, dass das Ziel der Ausbildung, vergleichbar mit einer Wanderschaft, nach drei Jahren nun erreicht wurde. Der „Rucksack“ für weitere Wege sei nun „frisch gepackt“. Gloede wünschte den Absolventen dabei viel Freude am Beruf.
Nach diesen einleitenden Worten folgte die Ansprache der Vorsitzenden der BZKR, Dr. Andrea Habig-Mika. Sie begann mit einem Dank an alle, die zum Gelingen der Ausbildung maßgeblich beigetragen haben. Um zu veranschaulichen, was den Erfolg ebenso voraussetzte, brachte sie einen Kompass mit. Ein Instrument, wie sie einleitete, welches seit Jahrhunderten die Menschheit begleitet. Der Kompass, so Habig-Mika, könne niemals das Ziel bestimmen, sehr wohl aber die Richtung dorthin.
Dabei sei es wichtig, zunächst zu wissen, wo man steht. Übertragen auf die Zeit der Ausbildung bedeute dies, heute Rückschau zu halten und sich einmal zu vergegenwärtigen, wo man zu Beginn stand. Durch den „inneren Kompass“, der einem die Richtung zeigte, habe sich durch das Gehen in die richtige Richtung Kompetenz angesammelt. Dies sei ein Grund für berechtigten Stolz über das Erreichte.
Im Hinblick auf zukünftige Aufgaben stellte sie fest, dass die Entwicklung der Zahnmedizin wachsende Anforderungen mit sich brächte. Das Lernen ende keineswegs mit den Prüfungen. Daher sei es dringend zu empfehlen, die zahlreichen Weiterbildungsveranstaltungen, Fortbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten wahrzunehmen, die die Kammer anbietet.
Die Vorsitzende führte weiter aus, dass auch die Zukunft Herausforderungen bereithalte, die nicht immer einen klaren Horizont mit guter Sicht bieten. Gerade auch deswegen sei es wichtig diesen „inneren Kompass“ zu besitzen, böte er doch im Wissen um das eigene Können, die eigene Haltung und die eigene Zuverlässigkeit ein Werteverständnis, das Orientierung gebe. Das mache es möglich, auch unter schwierigen Verhältnissen Kurs zu halten.
Sie schloss mit dem Zuruf an die Absolventinnen und Absolventen: „Vertrauen Sie auf das Gelernte und behalten Sie Ihren Kompass!“
Anschließend richtete als Vertreter der Lehrerschaft Studiendirektor Weber von der BBS Worms ein Grußwort an das Auditorium. Die aktuelle Fußball-WM zum Anlass nehmend, setzte er in seiner launigen Ansprache den Ausbildungsbeginn mit einem „Anpfiff vor drei Jahren“ gleich. Seitdem sei viel erreicht worden. In der „Vorrunde“ habe neben dem Erlangen von Fachwissen auch Sozialfähigkeit und Mannschaftgefühl die Klassen geprägt. „Gegentore haben Sie stark gemacht und Eigentore blieben die Ausnahme“, führte er weiter aus. So sei nun, mit der bestandenen Prüfung durch Fleiß und Durchhaltevermögen erfolgreich der „Pokal“ erreicht worden. Bevor er seinen Redebeitrag beendete, erinnerte er die Absolventinnen und Absolventen daran, ihre positiven Eigenschaften bitte beizubehalten, denn „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“!
Es folgte die Ehrung der Prüfungsbesten mit außergewöhnlich hoher Punktzahl bei ihrem Abschluss. Diese Auszeichnung ist dem früheren BZKR-Vorsitzenden, Dr. Stern, gewidmet. Stern war eine Persönlichkeit, die sich in der Geschichte der Kammer um das Ausbildungswesen herausragend verdient gemacht hat. Die Kandidatinnen und Kandidaten, die diese Leistung erlangten, erhalten den „Bernd-Stern-Preis“. Erfreulicherweise konnten aktuell vier Damen dieses Ziel, verbunden mit der Note eins, erreichen:
Oleana Zhernikov (95,4 Pkt.),
Jasmin Hannen (94,55 Pkt.)
Hanna Stiren (93,38 Pkt.)
Mailinda Gashi (92,63 Pkt.)
Stolz und überglücklich nahmen die anwesenden Laureatinnen den Preis entgegen.
„Engagement, Kompetenz und Leistungsbereitschaft, weit über das zu Erwartende hinaus!“ Mit diesen Attributen würdigte die Vorsitzende die Geehrten und fügte hinzu: „Es ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte und des Willens, immer noch ein bisschen besser werden zu wollen“.
Ein begrüßenswertes Novum stellte die sich daran anschließende Auszeichnung der Praxen dar, deren Auszubildende mit der Note 3 und besser abgeschnitten hatten. Eine passende Urkunde dazu bezeichnet die jeweilige Praxis als „Ausbildungsbetrieb mit einer qualitätsorientierten dualen Ausbildung“ und hebt weiter hervor, dass diese Praxis Verantwortung für den beruflichen Nachwuchs trägt und nachhaltig die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung stärkt. Eine schöne Anerkennung, die die Bemühungen der Ausbilderinnen und Ausbilder beim Begleiten der Auszubildenden auf ihrem anstrengenden Weg honoriert und Ansporn gibt, diese nicht immer einfache Aufgabe auch weiterhin zu erfüllen.
Im Anschluss daran folgte der Höhepunkt des Abends: Die feierliche Übergabe der Zeugnisse an alle Absolventinnen und Absolventen, die diesen für viele unvergesslichen Augenblick mit strahlenden Gesichtern nun freudig erlebten.
Ganz am Ende durfte selbstverständlich auch der Dank des Vorstandes an Daniela Oberst, Ingrid Fichtner, Ramona Schwarz und Tatjana Schernikau nicht fehlen. Gemeinsam bilden sie für die BZK Rheinhessen ein ausgezeichnetes Organisationsteam, ohne das das Ausbildungswesen in dieser Qualität nicht vorstellbar wäre.
Im stilvollen Rahmen rund um das Landtagsrestaurant und das prächtige Deutschhaus, klang diese wunderschöne, zur Tradition gewordene Veranstaltung bei kühlen Getränken, leichtem Imbiss und in gelöster Stimmung aus.
Dr. Boris Henkel
Öffentlichkeitsreferent der BZKR









